Rassewissen

Die Irish-Tinker Rasse info

Das Gold der Zigeuner klimpert nicht und glitzert
nicht.
Es glänzt in der Sonne und wiehert in der Dunkelheit.
(Redensart der Gladdah Zigeuner von Galway)


Auf Irland entwickelte sich im Laufe der Jahre eine
Ponyrasse, die an Ausgeglichenheit und Gutmütigkeit
kaum zu übertreffen ist:
die Irish Tinker - oder wie sie in Irland genannt
werden:
Tinker Ponies, Cobs, Coulered oder Piebalds.

Diese Pferde entstanden aus Kreuzungen der Rassen Irish
Draught, Trabern, Clydesdales, Connemara, Hackney und
anderen.
Friesen haben keinen Einfluß auf diese Rasse genommen.
Die Fesselbehänge und das Langhaar dürften durch den
Einfluß der Clydesdales ins Tinkererbgut gelangt sein.
Obwohl ihr schwerer Körperbau daran erinnert, sind
Irish Tinker keine Kaltblüter.

Diese Rasse verdankt ihre Entstehung der Vorliebe der
irischen Zigeuner für Schecken. Ursprünglich zogen
diese Pferde meistens die noch heute typischen
hölzernen Wagen der Zigeuner. So wurde dann auch der
Name dieser Rasse geprägt:
Tinker ist im Irischen ein Schimpfwort und bedeutet
Zigeuner, Kesselflicker

Der Tinker wurde über Generationen für die Bedürfnisse
der Zigeuner gezüchtet, der ein zuverlässiges,
leichtfuttriges, robustes Arbeitspferd mit genügend
Ausdauer und Härte benötigte. Es mußte einfach zu
halten und relativ anspruchslos sein, da Zigeuner ihren
Pferden nur sehr selten ein Dach über dem Kopf bieten
konnten. Und es mußte die tägliche Arbeit mit sehr
wenig bzw. keinen Kraftfuttergaben verrichten können.
Der Futterbedarf wurde hauptsächlich durch Gras,
seltener durch Heu und Stroh gedeckt.

Die tägliche Arbeit bedeutet, den Wagen mit sämtlichem
Hab und Gut der Familie über die Straßen Irlands zu
ziehen. Die Traveller, wie die Zigeuner in Irland
genannt werden, reisten in Verbänden oder zu mehreren
Familien. Wenn sie sich an einem Ort für eine gewisse
Zeit niederließen, wurden die Ponies einfach in der
Nähe des Lagerplatzes angebunden, oft am Randstreifen
der Straße. Daher ist der Auto-Verkehr nichts
Ungewöhnliches für Tinker, denn sie sind zumeist damit
aufgewachsen.
Die Zeit des Kampierens bedeutete aber nicht tagelanges
Nichtstun für die Ponies. Schließlich mußten die
Traveller auch ihr Brot verdienen, wofür sie ihre
Ponies brauchten.

Außerdem haben die Zigeuner eine große Leidenschaft:
das Trabrennen
Die Rennen sind inoffiziell und werden auf der Straße
ausgetragen. Hengste, die berühmte Traveller-Rennen
gewonnen haben, werden intern gekört, und ihr Name wird
von Mund zu Mund weitergegeben. Bis über 30 Meilen geht
diese vielleicht härteste Hengstleistungsprüfung
Europas.
Um die Rasse schneller zu machen, kreuzen die Zigeuner
auch heute noch Traberblut ein, wobei sie aber immer
bemüht sind, den traditionellen Einschlag des Tinkers
zu erhalten.

Auch heute, wo Autos Pferde als Zugtiere abgelöst
haben, werden die Tinker noch als Zug- und Reittiere
eingesetzt.(quelle das große buch der tinker)

 

 

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